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Lehrveranstaltungen gestalten, dass Studierende wirklich lernen

Was tun, wenn KI die Hausübungen macht? – So gestalten Sie Ihre Lehrveranstaltung, dass Ihre Studierenden wirklich lernen.

Frau sitzt nachdenklich vor einem Laptop und stützt den Kopf auf die Hand - symbolisiert die Herausforderungen und Überlegungen bei der Gestaltung prüfungsimmanenter Lehrveranstaltungen im Zeitalter künstlicher Intelligenz.

Facts im Überblick

  • Datum & Uhrzeit: Montag, 13. April 2026, 09:00 – 13:00 Uhr

  • Ort: Online via ZOOM

  • Sprache: Deutsch

  • Zielgruppe: Lehrende der FH JOANNEUM und externer Bildungseinrichtungen

Anmeldeschluss: 07. April 2026

  • Kontakt: hdw@fh-joanneum.at, 0316/5453-8562

  • Anrechnung HDW (4 Std.): Modul 1, Modul 2

  • Abschluss: Teilnahmebestätigung

  • Teilnahmegebühren: Lehrende der FH JOANNEUM kostenfrei
    Externe Teilnehmende: 220 € (USt.-befreit)

Inhalt

Generative KI-Tools wie ChatGPT verändern die Lehre – insbesondere dort, wo Studierende durch Hausübungen, Projektarbeiten oder Seminararbeiten aktiv lernen sollen. Genau diese Formate stehen im Zentrum prüfungsimmanenter Lehrveranstaltungen – und genau hier zeigt sich ein zentrales Dilemma: Studierende nutzen KI, um Aufgaben zu erledigen, ohne sich mit den Inhalten wirklich auseinanderzusetzen. Doch wie können, sollen und müssen wir als Lehrende darauf reagieren?

In diesem Webinar reflektieren wir gemeinsam, welche Herausforderungen durch KI für prüfungsimmanente LVAs entstehen – und warum viele dieser Probleme nicht nur technisch, sondern auch didaktisch bedingt sind. Sie lernen zwei zentrale didaktische Zugänge kennen, die neue Handlungsspielräume eröffnen – auch und gerade im KI-Zeitalter.

Kurze Impulse, Reflexionsphasen, kollegialer Austausch und Beispiele aus der Praxis helfen Ihnen, Ihre eigene Lehre zu analysieren, erste Ideen zu entwickeln und konkrete Umsetzungsschritte zu planen – mit dem Ziel, Studierende wirklich zum Lernen zu bringen, statt nur zum Abgeben.

Ziele & Nutzen

Nach dem Workshop können Sie

  • erläutern, was prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen auszeichnet und warum sie im Kontext generativer KI besonders herausgefordert sind.
  • analysieren, welche Funktionen Hausübungen, Projektarbeiten und Seminararbeiten in der eigenen Lehre bisher erfüllen – und inwiefern diese Funktionen durch KI unterlaufen werden.
  • reflektieren, welche didaktischen Ziele mit typischen Aufgabenformaten verfolgt werden und welche Spannungen zwischen Üben, Lernen und Prüfen bestehen.
  • beurteilen, wie sich Aufgabenformate durch den Einsatz von KI verändern und welche didaktischen Anpassungen sinnvoll sind, um aktives Lernen zu fördern.
  • erste Umsetzungsideen entwickeln, wie Lern- und Prüfungsphasen in der eigenen Lehrveranstaltung funktional getrennt werden können.
  • didaktisches Potential adaptiver Lernpfade einschätzen und konkrete Ansätze zur Individualisierung von Lernprozessen in der eigenen Lehrveranstaltung skizzieren.

Methodik

Wir arbeiten in vielfältigen interaktiven Settings und mittels unterschiedlicher Lehr- und Lernmethoden. Diese reichen von individueller Reflexion über Paar- und Gruppenaktivitäten, Diskussion bis zu kurzen Theoriebeiträgen.

Referentin

 Referentin Elisabeth Weber

Prof. MMag. Dr. Elisabeth Weber ist akademische Hochschuldidaktikerin und professionelle Lehrende aus Leidenschaft. Sie hat mehrere Universitätsabschlüsse und eine Vielzahl an Weiterbildungsprogrammen in ihren Spezialgebieten (Hochschuldidaktik und Englisch) erfolgreich abgeschlossen. Sie unterrichtet bereits seit 25 Jahren intensiv im sekundären und tertiären Bereich und ist in der Lehrendenfortbildung im In- und Ausland tätig. Für ihre exzellente Lehre wurde sie mehrfach ausgezeichnet: 2014 mit dem ersten Preis des BOKU Teaching Awards, 2021 als Nominierte für den österreichischen Staatspreis für Lehre und 2025 schließlich als Preisträgerin des Manfred Schwanninger Preises.